Radio und Fernsehen in der Schweiz
Geschichte der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG 1983-2011
Die Website www.storiassr.ch enthält alle im Buch "Radio und Fernsehen in der Schweiz"; angezeigten
Audio-, Video und Text-Elemente. „Storia SSR“ ist zudem eine App für das iPad, die Sie über den iTunes Store kostenlos herunterladen können. Sie enthält das gesamte Buch samt Multimedia-Funktionalitäten.

Daniel Beck
Dr. rer. soc., geboren 1972, aus Thun, lebt in Marly FR. Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Medienwissenschaft an der Universität Bern, anschliessend Dissertation zur Entwicklung der Sportberichterstattung in Schweizer Tageszeitungen an der Universität Freiburg/CH. Seit 2005 Oberassistent am Departement für Medienund Kommunikationswissenschaft der Universität Freiburg/CH. Zu den Forschungsschwerpunkten gehören neben der Mediengeschichte die Bereiche Sport und Medien, Journalismusforschung und europäische Medienpolitik.
Ina Boesch
Dr. phil., geboren 1955, lebt in Zürich. Freischaffende Kulturwissenschaftlerin und Publizistin. Studium der Ethnologie, Sozialund Wirtschaftsgeschichte und Publizistik an der Universität Zürich. Seit 1984 Redaktorin und Kulturjournalistin bei Schweizer Radio DRS 2. Lehraufträge an der Universität Zürich, Dozentin an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Leitung, Konzeption, Evaluation von Kulturprojekten. Autorin von Sachbüchern. Co-Kuratorin der Kulturplattform «hexperimente – die bühne im avers»
Ruth Hungerbühler
Dr. phil., nata nel 1953, vive a Verscio. Ha studiato Sociologia, Etnologia e Storia dell’economia all’Università di Basilea e conseguito un dottorato in Sociologia della famiglia, campo in cui ha realizzato diverse pubblicazioni. Ha lavorato per 12 anni come redattrice e giornalista presso il canale culturale della Radio DRS. È docente di Comunicazione radiofonica all’Università della Svizzera italiana e dirige diversi progetti di ricerca sulla comunicazione massmediale con particolare attenzione a televisione e radio e al confronto tra diversi contesti culturali e linguistici svizzeri ed europei, ambito in cui ha pubblicato numerosi articoli scientifici. Lavora come Responsabile Ricerca e Sviluppo della Scuola Teatro Dimitri, Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana.
Constanze Jecker
Lic. rer. soc., geboren 1966 in Lünen (NRW/BRD), lebt seit 1990 im Kanton Bern. Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaft, Journalistik und Religionswissenschaft an der Universität Freiburg/CH. Bis 2007 als Redaktorin tätig, unter anderem bei Schweizer Radio DRS. Seitdem Doktorandin und Dozentin am Departement für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Freiburg/CH sowie Dozentin am Institut für Weiterbildung der Pädagogischen Hochschule Bern. Arbeitsschwerpunkte: Medieninhaltsforschung und -geschichte, qualitative Methoden; inhaltliche Aspekte: Framing, Stereotype, Religionen, Integration.
Matthias Künzler
Dr. phil., geboren 1975 in Luzern. Studium der Publizistikwissenschaft und der Allgemeinen Geschichte an der Universität Zürich, ab 2002 Assistent am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich. Dissertation über Leitbilder der Rundfunkliberalisierung in Kleinstaaten. Seit 2008 Oberassistent am IPMZ und Geschäftsführer der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM). Arbeitsgebiete in Forschung und Lehre: Mediensystem Schweiz im internationalen Vergleich, Medienpolitik, Mediengeschichte.
Theo Mäusli
Dr. phil., nato nel 1960, vive ad Agno. Ha studiato Storia contemporanea e Storia dell’arte a Zurigo, Losanna e Ginevra. Incaricato di corso nelle Università della Svizzera italiana, di Zurigo e Basilea. Collaborazioni con il Fondo Nazionale Svizzero per la Ricerca Scientifica e autore di vari contributi sulla storia culturale e dei media. Delegato del Cantone Ticino per Expo.02. Dal 2002 è responsabile degli archivi della RSI. Collabora dal 1995 con il progetto «Storia della SSR», dal 2001 in funzione di co-direttore.
Raphaëlle Ruppen Coutaz
Licenciée ès lettres, née en 1981, vit à Lausanne. Après des études d’histoire, de français et de sciences politiques à l’Université de Lausanne, elle a collaboré de 2007 à 2008 à la première phase du projet «Histoire de la SSR III» en tant qu’assistante de recherche. Depuis 2008, elle est engagée comme assistante diplômée à l’Université de Lausanne et prépare actuellement une thèse de doctorat sur le rôle de la SSR dans le développement des relations culturelles internationales à travers l’étude de la mise en place du Service suisse des ondes courtes, aïeul de Radio suisse internationale/swissinfo (1932–1960).
Edzard Schade
Dr. phil., geboren 1961, aus Kreuzlingen TG, lebt in Zürich. Studium in Allgemeiner Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Soziologie an der Universität Zürich. Von 1991 bis 2000 Teilzeitanstellung bei Radio DRS als Historiker, verschiedene journalistische Tätigkeiten und wissenschaftliche Publikationen, Autor und Leiter mehrerer rundfunkhistorischer Projekte. Von 2001 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich. Seit 2010 Professor für Informationswissenschaft am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur. Themenschwerpunkte in Forschung und Lehre: Ökonomie, Soziologie und Geschichte der medialen Informationsverarbeitung, Mediengeschichte, Informationsmanagement, digitale Langzeitarchivierung.
Adrian Scherrer
Lic. phil., geboren 1971, lebt in Wädenswil. Studium der Allgemeinen Geschichte, Publizistikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Zürich. 1998 bis 2004 Redaktor der «Zürichsee-Zeitung», ab 2001 als Leiter der Regionalredaktion. Seit 2004 freiberuflich als Historiker und Publizist tätig. Mitarbeit an verschiedenen Buchprojekten zur Medien- und Kulturgeschichte der Schweiz, unter anderem seit 1998 im Projekt «Geschichte der SRG». Daneben Kurator kulturgeschichtlicher Ausstellungen, unter anderem «75 Jahre SRG» im Seedamm-Kulturzentrum in Pfäffikon SZ (2006).
Andreas Steigmeier
Lic. phil., Executive MBA ZFH, geboren 1962, lebt in Baden. Studium der Neueren Geschichte, Schweizer Geschichte und Journalistik an der Universität Freiburg/Schweiz. Freiberuflicher Historiker mit den Arbeitsschwerpunkten Regionalgeschichte und Unternehmensgeschichte. Mitgründer und Partner des Sachbuchverlags hier + jetzt und des Archivdienstleisters Docuteam. 1995–2000 Mitarbeit im Projektteam «Geschichte der SRG», seit 2001 Co-Leiter des Projekts.
Nelly Valsangiacomo
Dr. ès lettres, nata nel 1967, vive e lavora tra Locarno e Losanna. Ha ottenuto il dottorato presso l’Università di Fribourg, con la biografia politica di Guglielmo Canevascini. È stata insegnante di scuola media, primo assistente e professore associato all’università di Fribourg. Dal 2006 è professore di storia contemporanea all’università di Losanna. Presiede inoltre la Fondazione Pellegrini-Canevascini. È autrice di pubblicazioni e contributi di storia sociale e culturale della Svizzera, con particolare interesse per i rapporti tra Svizzera e Italia e per le fonti audiovisive. Attualmente sta completando una ricerca sugli intellettuali nel mondo radiofonico e coordina, con Ruth Hungerbühler, un progetto PNR60 sulle pari opportunità alla SSR.
François Vallotton
Dr ès lettres, né en 1964, vit à Neuchâtel. Professeur ordinaire d’histoire contemporaine à l’Université de Lausanne, il enseigne plus spécialement l’histoire des médias. Auteur de nombreuses contributions sur l’histoire culturelle et intellectuelle de la Suisse, il a notamment consacré sa thèse à l’histoire de l’édition suisse francophone. Il a aussi développé de nombreux projets d’enseignement et de recherche portant sur l’histoire de la radio et de la télévision dans une perspective suisse mais également transnationale. Il collabore depuis 2002 au projet «Histoire de la SSR» et en assume la co-direction depuis 2007
Einführung in die audiovisuellen Archivdokumente
Das historische Projekt «Radio und Fernsehen in der Schweiz» entspricht der Politik der SRG, ihre Archive einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe der neusten Informatik- und Informationstechnologie ermöglicht dieser dritte und letzte Band den Zugang zu über 260 Archivdokumenten – schriftlichen Dokumenten, Radio- und Fernsehsendungen, Oral-history-Beiträgen –, die direkt mit dem Text verknüpft sind. Damit erhält das Publikum nicht nur ein reich bebildertes, mit multimedialen Dokumenten angereichertes Werk, ein interaktives E-Book im eigentlichen Sinn und einen Schlüssel zur Geschichte der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft von 1983 bis 2011, sondern auch einen direkten Blick auf die Quellen, welche die Autoren benutzten. Um dieses Projekt in seiner ganzen Komplexität zu verstehen, muss man sich die zahlreichen Einzelprobleme vergegenwärtigen, die mit der Archivierung ausgestrahlter Sendungen verbunden sind. So ist bei einer Fernsehsendung zum Beispiel möglicherweise nur das Video vorhanden, weil entweder die Kommentare live ausgestrahlt oder der Ton ohne Schnitt auf mehreren Spuren verteilt ist. Dazu kommt, dass die audiovisuellen Archive trotz ihrer enormen Ausmasse und der gewaltigen Arbeit, die von den Dokumentalisten aller Sprachregionen geleistet wird, bei weitem nicht vollständig sind. Als Folge dieser oft schwierigen Rahmenbedingungen, welche die audiovisuelle Archivierung, aber auch die historische und technologische Entwicklung der Radio- und Fernsehproduktion begleiten, wurde bewusst darauf hingearbeitet, dem Leser die Archivdokumente tel quel zur Verfügung zu stellen, das heisst ohne Montage, Schnitt oder Arrangement weder im Video- noch im Audiobereich. Es ist also durchaus möglich, dass Leserinnen und Leser im einen oder anderen Fall bei einem Dokument auf mehrere Tonspuren, eine nicht kalibrierte Tonspur oder bei einem Video auf einen schwarzen Balken treffen. Es war nicht möglich, auf eine Bearbeitung der Archivdokumente konsequent zu verzichten. Denn dieses Projekt muss neben den rein wissenschaftlichen Kriterien auch ethischen Regeln und juristischen Anforderungen genügen. Bestimmte Dokumente mussten deshalb zum Zweck der Veröffentlichung verändert werden. So ist in manchen Fällen nur ein Ausschnitt oder ein Vorspann zu sehen. Aus diesen Gründen können auch nicht alle Dokumente heruntergeladen werden. Diese – wenn auch unliebsamen – Einschränkungen machten es möglich, alle 260 Video-, Audio- und Textdokumente verfügbar zu machen, welche die Autoren für die Redaktion von Band III ausgewählt haben.
„Storia SSR“ ist eine interaktive Erweiterung des Buchs «Radio und Fernsehen in der Schweiz» über die Geschichte der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG von 1983 bis 2011. Damit unternimmt die SRG SSR einen bedeutsamen Schritt zur Offenlegung ihrer Geschichte und ihrer Archive. Die App ermöglicht die vollständige Lektüre des 500-seitigen Buchs und bietet durch direktes Antippen im Text und mittels einer Mediengalerie den direkten Zugang zu audiovisuellen Quellenmaterialien. Somit können Aussagen in den Texten der sieben Buchkapitel quellenkritisch geprüft und besprochene Ereignisse atmosphärisch nachvollzogen werden.
Credits
Die App “Storia SSR” für das iPad und die Webseite wurde hergestellt von Interaction Designa Lab, einer departementsübergreifenden Einheit des Laboratorio Sistemi Semantici e Multimediali – LSMS des Istituto Sistemi Informativi e Networking (Departement Innovative Technologien) und Laboratoria cultura visiva (Departement Umwelt, Bau und Design) der SUPSI, Fachhochschule der Italienischen Schweiz.
Projektleiter: Massimo Botta, Lorenzo Sommaruga, Theo Mäusli. Design Interaktion und Schnittstelle: Serena Cangianano und Matteo Mancini, unter Mitwirkung von Devaprakash Giretheren (swissinfo.ch) Entwicklung Software: Andrea Baldassari, Claudio Di Giacinto, Nicola Rizzo, unter Mitwirkung von Vanni Galli, Roberto Guidi, Ingrid Domenighetti. Recherchen und Dokumentation der Multimedia-Materialien: Sandra Eberhardt, Clément Chartroux, Maurizio Vogrig, Michael Schweizer, Leo Fioroni.
Diese Publikation wurde App, Webplattform und Buchpublikation wurden ermöglicht und finanziert durch die SRG SSR.

Buchpublikation
Radio und Fernsehen in der Schweiz
Geschichte der Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft SRG 1983–2011
herausgegeben von:
Theo Mäusli, Andreas Steigmeier, François Vallotton

mit Beiträgen von:
Daniel Beck, Ina Boesch, Ruth Hungerbühler,
Constanze Jecker, Matthias Künzler, Raphaëlle Ruppen Coutaz,
Edzard Schade, Adrian Scherrer, Nelly Valsangiacomo
2012, hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden
ISBN 978-3-03919-216-8

Projektleitung:
Theo Mäusli, Agno; Andreas Steigmeier, Baden; François Vallotton, Neuchâtel
Redaktion und Produktion:
Andreas Steigmeier, Baden; Adrian Scherrer, Wädenswil
Übersetzungen
Traduction:
Sprachdienst SRG SSR, Bern

Gestaltung und Satz:
Miriam Koban, hier + jetzt

Bildverarbeitung:
Humm dtp, Matzingen
© 2012, hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte GmbH, Baden

Cover photo
Dreharbeiten zum Fernsehfilm Premier de cordée am Mont Blanc. Pierre-Antoine Hiroz und Edouard Niermans verfilmten im Herbst 1998 unter extremen Bedingungen den gleichnamigen Bergsteiger-Roman von Roger Frison-Roche. Die französischschweizerische Co-Produktion entstand unter dem Pacte de l’audiovisuel. Dieser ermöglichte es der SRG ab 1996, in der Filmförderung neue Wege zu gehen. © 2012, hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte GmbH, Baden ISBN 978-3-03919-216-8